NATUR: Angerner&Dürnkruter Marchschlingen!

NATUR: Angerner&Dürnkruter Marchschlingen!

Wie ich schon geschrieben habe, mache ich bei dieser Hitze eine Pause was die Fischerei anbelangt. Trotzdem bin ich fast jeden Tag bei meiner Fischerhütte, meine zwei Pelargonien sollen ja nicht am Hitzetot sterben! So im Vorbeifahren konnte ich feststellen, dass die gelben Naturschutztafeln "Angerner und Dürnkruter Marchschlingen" bereits vollzählig aufgestellt sind. Dieser Umstand machte mich Neugierig und so begann ich im Internet zu recherchieren wo dieses Naturschutzgebiet "Angerner und Dürnkruter Marchschlingen" seinen Ursprung hat. Das durch die Regulierung der March die Altarme entstanden sind ist allen Marchfischern klar, dass mit der Regulierung schon im Jahr 1936 begonnen wurde, darüber wissen sicher nur die ganz Alten unter uns Bescheid! Weiterst konnte ich herausfinden, dass die erste Regulierung der March von 1936 bis 1964 durchgeführt wurde. Dabei wurden 17 Durchstiche gebaut. Die endgültige Regulierung der March war im Jahr 1984 abgeschlossen. Insgesamt gab es ab diesem Zeitpunkt 35 Durchstiche und eine Verkürzung des Marchflusses um 14 Kilometer! Ein kurzes YouTube-Video zeigt den Zustand der Angerner und Dürnkruter Marchschlingen fast 30 Jahre nach Ende der Regulierung:

Was die Marchregulierung für Mensch und Natur an Schaden bewirken kann, dass beschreibt der WWF sehr verständlich:

Die Einengung des Flusslaufes und die Rückhaltung von Sedimenten im Einzugsgebiet ließ die Flusssohle der March in den letzten 50 Jahren um bis zu  zwei Meter absinken. Auch die Grundwasserständesind um bis zu 1,2 Meter gefallen. Ohne die ursprüngliche Flussdynamik bilden sich  keine Schotterbänke und Steilufermehr aus. Uferblockwerke verhindern, dass sich der Flusslauf mäandrierend durch die Au schlängelt. Während sich der Fluss eintieft,  verlanden die  Altarme und Augewässer. Das Ergebnis der Eingriffe in die March-Thaya-Auen zeigt sich in den letzten Jahren besonders drastisch: Die charakteristische  Lebewelt der Altarme, Autümpel und feuchter Sutten  verschwindet aus dem Gebiet. In den unteren Marchauen finden z.B. Wechselkröte, Moorfrosch und Donau-Kammmolch keine geeigneten Lebensräume mehr. March und Thaya  weisen heute gemäß der Bewertung der EU-Wasserrahmenrichtlinie nur einen mäßigen Zustand auf.

Diese intensive Überformung der Flusslandschaft stellt nicht nur eine Gefährdung der Lebewelt dar. Auch für die Anrainer bedeuten die Maßnahmen eine massive und reale Gefahr. Denn die Begradigung des Flusses führte bereits zu einer Beschleunigung der Hochwasserwelle. So hat sich ihre Durchlaufzeit in diesem Gebiet von 72 Stunden auf heute nur noch 32,5 Stunden deutlich verringert.

Die Angerner und Dürnkruter Marchschlingen liefern den eindeutigen Beweis über die oben angeführten Auswirkungen! Manche Altarme sind mehr oder weniger fast schon zu Tümpel verkommen bzw. sind überhaupt verschwunden! Und ein Ende ist nicht in Sicht, da helfen auch die halbherzigen Renaturierungsmaßnahmen sehr wenig. Die Natur hat nämlich eigene Gesetze!Naturschutztafel!

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