Interessenkonflikt bei Rückstauklappe?

Interessenkonflikt bei Rückstauklappe?

Mein erster Weg nach dem Urlaub war natürlich gleich hinunter zur March. Erste Feststellung: Die Biber werden immer aggressiver! Wenn es so weiter geht werden am herüberen Ufer des Waldteiches nach dem Winter fast keine Bäume mehr stehen, oder die Waldbauern schützen die Jungbäume mittels Schutzgitter gegen den Biberverbiss. Eigentliches Problem für uns Fischer sind die umgefallenen Bäume die am Ufer entlang im Wasser liegen. Hänger sind garantiert! Meine nächste  Station war die Rückstauklappe beim Waldteich. Was ich zu sehen bekam zeigen die folgenden Fotos:

08.01.2012: Die Rückstauklappe beim Waldteich!

08.01.2012: Die Rückstauklappe wurde im Einvernehmen mit ViaDonau errichtet!

Allgemeine Erläuterung für jene die keine Insider sind: Der Waldteich ist das alte Flussbett der March. Im Zuge der Regulierung der March (Gesamtdauer 1936 bis 1964) wurden auch sogenannte Durchstiche gemacht, die March wurde sozusagen begradigt! Und so ist auch der Waldteich, wie übrigens auch der Skodateich, Eisenbahnerteich, Hufeisenteich und Schwefelteich entstanden. Alles  Altarme des ehemaligen Marchverlaufes. Alle genannten Altarme sind übrigens  Naturschutzgebiete! Am unteren Ende des Waldteiches besteht eine Verbindung zur March mittels eines Betonrohres im Durchmesser von 60 cm. Steigt die March stärker an wird der Waldteich durch das Betonrohr geflutet, bei Hochwasser geschieht das ohnehin. Um den Wasserstand im Interesse von uns Fischern etwas länger höher zu halten, wurde vom Fischereiverein Dürnkrut im Einvernehmen mit ViaDonau eine Rückstauklappe am Betonrohr montiert. Das Wasser bleibt so für einige Wochen um zirka 1 Meter höher als bei direktem Abfluss durch das Rohr und außerdem können eine erhebliche Anzahl von Fischen im Teich gehalten werden. Also von Seite von uns Fischern gesehen sehr positiv! Doch warum ist die Klappe geöffnet bzw. warum wurde im Vorjahr eine bereits bestehende Klappe mutwillig von Unbekannt entfernt? Mir wurde von Seite des Fischereivereines mitgeteilt, dass ein Landwirt meint, bei geschlossener Klappe bleiben Äcker und Wiesen beiderseits  des Schutzdammes nach Hochwasser länger geflutet und dabei entsteht beträchtlicher Schaden. Nach meinen langjährigen Beobachtungen würde ich meinen, dass dem nicht so ist! Jedenfalls haben wir in der Sache Rückstauklappe einen typischen Interessenskonflikt der nur einvernehmlich zu lösen sein wird. Ein Lokalaugenschein an Ort und Stelle und objektive Gespräche im Beisein aller Interessengruppen sind gefragt! Petri Heil!

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