FISCHOTTER: Ein ungebetener Gast?

FISCHOTTER: Ein ungebetener Gast?

Das Mitteilungsblatt des NÖ-Landesfischereiverbandes Ausgabe 01-2014 ist eingelangt. Ein Großteil dieser Ausgabe widmet sich einem fischfressenden Tier, das in vielen Fischereigewässern für Unmut sorgt! Die Rede ist vom besten Schwimmer unter den Landraubtieren - dem Fischotter:

Fischotter, Lutra Lutra
By Bernard Landgraf(Own work)[GFDL or CC-BY-SA-3.0],&via Wikimedia Commons
 
 Bericht aus dem Jahr 2009 "Ausbreitung des Fischotters in Niederösterreich": Hier PDF-Download!
 
Wenn man die Beiträge über den Fischotter im Mitteilungsblatt genau liest, dann wird fast einhellig die Meinung vertreten: "Ein Nebeneinander von Fischerei und Fischotter an Österreichs Gewässern sollte möglich sein!" Die Existenzberechtigung des Fischotters wird nicht infrage gestellt, obwohl in den Beiträgen schon beträchtliche Schäden an manchen Gewässern beklagt werden! Vielmehr ist man seitens der Verbände darum bemüht, eine Lösung zu finden, um einerseits dem Fischotter seinen Lebensraum zu sichern, andererseits sollen die durch den Fischotter verursachten Schäden für die Fischerei an den betroffenen Gewässern im erträglichen Ausmaß bleiben!
 
Wenn Landesfischermeister Karl Gravogl nun meint: "Es ist die Zeit gekommen etwas zu unternehmen!", dann werden ihm wahrscheinlich die meisten FischerInnen zustimmen. Doch wie kann eine Lösung der "Arbeitsgruppe Fischotter" aussehen, wenn Fischotter in Niederösterreich weder gefangen noch getötet werden dürfen, und die Zerstörung von Rastplätzen und Jungenaufzucht, sowie die Störung verboten ist? An Teichen können Zäune errichtet werden, an Fließgewässern samt ihren Ausständen sieht die Sache nicht so gut aus! Dieses Problem zu lösen wird wirklich schwierig! Wir Marchfischer sind davon noch nicht betroffen, zumindest habe ich im Revier Dürnkrut noch keinen Fischotter gesichtet!
 Folgende Aussage aus einem wissenschaftlichen Beitrag sollte uns jedoch zum Nachdenken anregen:
 
"Dennoch sei es der Mensch gewesen, der den Kreislauf der Natur auf den Kopf gestellt habe. Das Entstehen zahlreicher Hobbyteiche mit eingesetzten Fischen habe dazu beigetragen, dass sich der Fischotter wesentlich besser vermehren konnte. In größeren Teichen, das sei auch dokumentiert worden, habe der Otter maximal fünf Prozent des Fischbesatzes gefressen.
Um die Schäden in Flüssen gering zu halten, sei es notwendig, den Fischbesatz zu reduzieren und möglichst natürlich zu gestalten. Neben der Renaturierung der Fließgewässer für eine natürliche Vermehrung der Fische gelte es beim Besatz zu berücksichtigen, nur kleine Fische einzusetzen. Nur Jungtieren sei es möglich, sich an den Lebensraum anzupassen."
 
Eine starke Aussage, der man aber leider nicht viel entgegnen kann! Nicht das Tier ist Problemverursacher, sondern der Mensch!  Petri Heil Freunde!

Kommentare  

+1 # FISCHOTTER: Ein ungebetener Gast?Oldy 2014-05-25 02:20
Unsere March betreffend !

Zitat:
Um die Schäden in Flüssen gering zu halten, sei es notwendig, den Fischbesatz zu reduzieren und möglichst natürlich zu gestalten.
Wie kann man einen reduzierten Fischbesatz natürlich gestalten ?
Bedeutet das,daß der Großteil des Besatzes aus Futterfischen besteht ?
Wird dann nur noch ein Bruchteil des Besatzes aus Edelfischen bestehen ?

Zitat:
Neben der Renaturierung der Fließgewässer für eine natürliche Vermehrung der Fische gelte es beim Besatz zu berücksichtigen, nur kleine Fische einzusetzen
Reproduzierende Fische wohl nicht,warum dieses ?

Zitat:
.Nur Jungtieren sei es möglich, sich an den Lebensraum anzupassen."
Junge Ottern sind da wohl nicht gemeint ;-)

Bei Jungfischen sehe ich etliche Probleme,die da wären:
Die Natürlichen Prädatoren unter den Fischen ,Wels,Zander,Hecht.
Fischreiher,Kormoran von den beflügelten Spezies.
Solange die kanalartigen Flußbetten nicht verändert werden,wo Jungfische keine Möglichkeit des Unterstandes zum Schutz finden......

Zu guter Letzt,wo bleiben da die Fischer,welche alle Jahre die Beiträge uA. auch für den Besatz zahlen,um ab und zu einen Küchenfisch zu fangen wenn nur kleine Fische besetzt werden sollen :sad:

Petri
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