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Gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie 2000 sollten all unsere Gewässer bis 2015(!) in einen guten bzw. sehr guten Zustand gebracht werden. Diese Frist wurde mittlerweile auf 2021 bzw.2027 verlängert! Noch immer sind über 60 % in einem schlechten Zustand und somit akut sanierungsbedürftig, das ist die Realität! Doch um die EU-Wasserrahmenrichtlinie in Österreich effektiv zu realisieren, fehlt es rundum an Geld. Von den bis 2021 notwendigen Fördermitteln von mind. 140 Mio. € stehen bis Ende des Jahres lediglich 4 Mio.€ aus einem Resttopf zur Verfügung!

Beim 9.ÖKF FishLife Forum im April 2017 wurde der generell erbarmungswürdige Zustand der österreichischen Gewässer aufgezeigt. Nicht nur von der Angelfischerei, auch von Wissenschaftlern und internationalen Experten wurde zum wiederholten Male festgehalten, dass Flüsse jahrzehntelang in enge Korsetts gezwängt, Fließstrecken begradigt und Uferbereiche befestigt wurden. Durch Kraftwerke werden unsere Flüsse zunehmend mit Wehren zerstückelt und wertvoller Fischlebensraum zerstört. Der natürliche Artenreichtum geht in rasantem Tempo verloren. Der stärkste Artenrückgang wird in Süßgewässern wie Seen, Flüssen und Auen beobachtet. Dazu sagte Prof. Dr. Mathias Jungwirth: „Die Fischbestände gehen krass zurück - wir müssen handeln!“

48 Fischereiorganisationen & NGOs fordern daher in einer Petition, die Gewässersanierung und ihre Finanzierung endlich sicherzustellen! Die zuständigen Bundesminister Rupprechter (Umwelt) und Schelling (Finanzen) sollen endlich den 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) veröffentlichen und entsprechend Geld für die Sanierung unserer Gewässer bereit stellen!

PETITION: Gemeinsam für lebenswerte Fließgewässer!

Die PETITION als PDF: Hier klicken!

Diese Petition ist starkes und lobenswertes Zeichen der Fischereiorganisationen & NGOs unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stärker!" Man darf gespannt sein wie die Politik darauf reagiert, der Umweltausschuss des Nationalrates hatte heute jedenfalls den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan(NGP) zum Thema. Werden endlich Nägel mit Köpfen gemacht oder wird wieder nur heiße Luft geblasen? Eines steht jedoch sicher fest: "Für viele Gewässer in Österreich, speziell auch für die March, ist es schon 5 Minuten nach Zwölf!"

Fast jeder besitzt heute ein Smartphone und man hat sozusagen sein Wissen in der Hosentasche! Aber, ohne Apps geht auf einem Smartphone nichts, nicht einmal telefonieren, deshalb gibt es für jeden Bedarf unzählige Apps! Kostenlos oder zu Kaufen. Wirklich gute und nützliche Apps aus dem kostenlosen Angebot herauszufiltern ist nicht leicht, Werbung und In-App-Käufe sind fast die Regel! Unübersichtlichkeit, schlechte Bedienbarkeit und Aufgeblähtheit sind ein weiteres Minus vieler Apps. Nach längerer Suche im Google Play Store (Android) oder im App Store (iPhone) und viel herumprobieren findet aber jeder die für ihn passenden Apps! Für Marchfischer und Naturliebhaber kann ich zwei Apps (Android) sehr empfehlen: "Fischbestimmung FishFinder!" und "Die Vogel App!"

Fischbestimmung FishFinder 3.0! Vogelbestimmung Die Vogel App!

Beide Apps sind übersichtlich, kostenlos, werbefrei und einfach zu bedienen! Beide ideale Begleiter für die Bestimmung der wichtigsten Fische und Vogelarten und als kleines Nachschlagewerk für unterwegs gedacht! Einfach einmal ausprobieren! Petri Heil Freunde!

Wenn die Fischpopulation in der March von 500kg/ha auf 50kg/ha oder weniger in den letzten Jahrzehnten gesunken ist, dann ist es doch um so erfreulicher, wenn man von Zeit zu Zeit einen etwas selteneren Fisch im Daubelnetz hat! So wie heute, wo ich wieder für ein paar Stunden bei der Hütte verbrachte. Neben ein paar Brachsen, verirrte sich nach längerer Zeit auch ein Hecht ins Netz! Während noch in den 70er Jahren der Hecht noch sehr häufig in der March gefangen wurde, ist er heute schon fast eine Rarität in den Daubelnetzen! Eigentlich wollte ich den Hecht nur im Netz fotografieren und wieder ziehen lassen! Doch was ich sah als ich vor meinem Daubelnetz stand, das zeigt die folgende Fotocollage:

15.05.2017: Ein Hecht mit 70cm mit schweren Verletzungen!

Der Hecht wurde - nach den Verletzungen zufolge - von einem Kormoran bearbeitet! Schade um diesen Fisch, aber wegen der schweren Verletzungen habe ich ihn dann entnommen und verwertet. Das auch die Karpfen von den Fischräubern nicht verschont werden, zeigt das zweite Bild, welches mir von Obmann Josef Bogner aus Angern übermittelt wurde:

15.05.2017: Auch Karpfen werden von den Fischräubern nicht verschont!

Kormorane und Reiher sind jetzt schon an der March stellenweise sehr verbreitet, damit werden wir leben müssen! Sollte sich auch noch der Fischotter dazugesellen, dann wird die Fischpopulation bald nicht mehr 50kg/ha, sondern nur mehr 5kg/ha betragen! Petri Heil Freunde!