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Das Life+ Projekt "Untere-March-Auen" ist voll im Laufen, die Baufahrzeuge sind derzeit bei der Wolfsinsel im Einsatz. Doch auch beim Querwerk wurden schon einige Vorarbeiten gemacht. Es wurde der Zulauf des Zapfengraben zum Querwerk schon teilweise ausgebaggert und auch der obere Einlaufbereich der March zum Querwerk ist schon deutlich sichtbar! Im Auslaufbereich wird noch nicht gearbeitet!Querwerk!

Wir befinden uns noch in der Anfangsphase des Projekts und es ist noch viel Erdbewegung nötig bis das Projekt schließlich fertig ist! Nach der Anbindung des Querwerkes an die March entsteht eine Insel, so wie beim Altarm in Angern! Damit die Landwirte und Hüttenbesitzer zu ihren Liegenschaften kommen, wir im oberen Einlaufbereich des Querwerkes eine massive Brücke gebaut! Der derzeitige Übergangssteg im Auslaufbereich fällt komplett weg! Eine mögliche Überfahrt mittels Zille im Auslaufbereich ist geplant! Wie gesagt, wir befinden uns noch in der Anfangsphase eines Projekts, das sowohl für Flora und Fauna, aber auch für uns Marchfischer sehr interessant ist. Eine endgültige Beurteilung kann natürlich erst nach Fertigstellung erfolgen, aber glaubt man den Projektunterlagen, dann sollte es ein gutes Projekt werden!

Ich werde von Zeit zu Zeit die Baustelle besuchen und über den Stand der Arbeiten berichten, nachstehend einige Bilder vom heutigen Tag:

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15.Oktober 2017: Lokalaugenschein Querwerk Marchegg!
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Von der Fischerei selbst, gibt es momentan nicht viel zu berichten, nicht minder interessant in diesem Zusammenhang ist der Zustand unserer Gewässer im Allgemeinen! Der ÖKF titelt in seinem letzten Newsletter: "Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan 2015 – 2021 endlich veröffentlicht! 356 Seiten Gewässerschutz auf dem Papier!" Der ÖKF schreibt darin:

"Bereits am 22.12.2015 hätte der zweite Gewässerbewirtschaftungsplan mit einem Maßnahmenprogramm für unsere maroden Fließgewässer veröffentlicht werden sollen. Mit 612 Tagen Verspätung ist es nun endlich soweit. Doch auch mit 2 Jahren Verspätung hat das sogenannte Umweltministerium nur leere Versprechen veröffentlicht. Denn für die Umsetzung fehlt die Finanzierung. Die zunehmende Herausforderung im Gewässerschutz, auch bedingt durch den Klimawandel, wird von der Bundesregierung nicht ernst genommen. Österreich ist gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet, den Lebensraum Wasser umfassend zu schützen. Bis spätestens 2027 sollen alle Gewässer zumindest einen „guten“ Zustand erreichen. Doch davon sind wir weit entfernt. Gesunde Gewässer sind unsere Lebensgrundlage. Es braucht Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässer und zur Reduktion der Schadstoffe. In den letzten Jahren wurde – gemessen an den Herausforderungen – nur eine geringe Zahl von Maßnahmen durchgeführt. Umso unverständlicher ist es, dass es für den Zeitraum 2015 – 2021 immer noch keinerlei Finanzierung gibt!" Mehr zum NGP 2015: Hier klicken!

Ein Plan für eine Verbesserung unserer Gewässer, aber es fehlt das Geld dafür! Ich persönlich würde das nicht als Plan, sondern als Absichtserklärung definieren! Was nützt der beste Plan, wenn die Finanzierung nicht gesichert ist, jeder Häuslbauer weiß ein Lied davon zu singen! "Ohne Geld keine Musik, umgangssprachlich gesagt!"

Fakt laut ÖKF: "Lediglich 37 Prozent oder 12.000 Kilometer der Flüsse und Bäche Österreichs sind in gutem oder sehr gutem Zustand, circa 60 % der Fließgewässer entsprechen somit nicht den Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie!" Wie es um die March und ihrer österreichischen Zubringer aussieht, das zeigt ein Auszug aus dem Zustandsbericht unserer Fließgewässer:

Auszug NGP 2015: Zustand der March und ihrer Zubringer!

Es schaut also nicht gut aus mit dem Zustand der March und ihrer Zubringer! FAZIT: Die Bundesregierung muss dringend gewährleisten, dass auch für die Umsetzungsperiode (2015 – 2021) ausreichend Finanzmittel bereitgestellt werden!

Eine Hitzeperiode folgt der anderen und fast kein Regen, ein Mix der vielen Gewässern und den Fischen stark zusetzt! Fischsterben sind an der Tagesordnung und die Fischereivereine sind stark gefordert um das Ärgste zu verhindern. Wenn die Fische bereits tot sind und in hoher Anzahl im Wasser treiben, dann nützt auch der beste Alarmplan nichts! Sich in einer solchen Situation auf irgend jemand zu verlassen, heißt ist man eigentlich schon verlassen! Manche Fischereivereine nehmen daher Geld in die Hand und werden präventiv tätig um ein Fischsterben in ihren Gewässern so weit es möglich ist zu verhindern, getreu dem Motto "Hilf dir selbst, hilft dir Gott!" Vereinseigene Brunnen sind eine Möglichkeit um Frischwasser in gefährdete Fischgewässer zu pumpen, noch bevor ein Fischsterben einsetzt! Dazu ist es natürlich notwendig die Fischgewässer im Vorfeld genau zu beobachten um dann auf Knopfdruck mit dem Pumpen zu beginnen. Eine Möglichkeit die mir sehr gut gefällt und die sicher effizient ist, wie folgende Fotos zeigen:

Ein Vereinsteich wird mit Frischwasser aus einem Brunnen versorgt!  Ein Vereinsteich wird mit Frischwasser aus einem Brunnen versorgt!

Ein Vereinsteich wird mit Frischwasser aus einem Brunnen versorgt!

Eines Vorweg, nicht überall ist es möglich auf diese Art die Gewässer mit Frischwasser zu versorgen, Fischsterben bei extremen Hitzeperioden wird es daher immer wieder geben! Auch sind nicht alle Vereine in der Lage eigene Brunnen samt Pumpe zu errichten, sei es aus finanzieller oder wasserrechtlicher Hinsicht! Einzelne Vereine nehmen den Behördenmarathon durchaus in Kauf und haben damit vorgesorgt um ärgere Fischsterben bei einer extremen Hitzeperiode zu verhindern!